Ohren anlegen (Otoplastik)

Klinikaufenthalt
ambulant
Empfohlene Arbeitsunfähigkeitsdauer
mind. 2 Wochen
OP-Dauer
ca. 2 Stunden
Gesellschaftsfähig ab
ca. 2–3 Wochen
Narkoseart
Vollnarkose ggf. Lokalanästhesie
Besonderheiten
Stirnband / Ohrbandage für 2 – 3 Wochen

Wann und für wen ist eine Ohr­kor­rek­tur sinnvoll?

Eine Ohr­an­le­ge­plas­tik (Oto­plas­tik) wird zur Ver­klei­ne­rung oder zum Anle­gen von abste­hen­den Ohren durch­ge­führt. Da das Grö­ßen­wachs­tum der Ohren bereits in der Kind­heit abge­schlos­sen ist, besteht hier die Indi­ka­tion, bereits im Kin­des­al­ter zu ope­rie­ren. Teil­weise wird die­se Ope­ra­tion auch noch von der Kran­ken­kasse über­nom­men.

Eine ope­ra­tive Kor­rek­tur ist aus unse­rer Sicht bereits vor dem Schul­ein­tritt zu emp­feh­len, um Ihr Kind vor mög­li­chen Hän­se­leien zu schüt­zen. Grund­sätz­lich kann die­se Ope­ra­tion in jedem Alter vor­ge­nom­men wer­den, eine Über­nahme durch die Kran­ken­kasse ist dann jedoch meis­tens nicht mehr mög­lich.

Vor­be­rei­tung auf die Operation …

Die Ope­ra­tion wird übli­cher­weise in ört­li­cher Betäu­bung als ambu­lan­ter Ein­griff durch­ge­führt. Bei Kin­dern emp­feh­len wir jedoch eine Voll­nar­kose mit einem kur­zen sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt. Für die pos­tope­ra­tive Ver­sor­gung ist ein Kom­pres­si­ons­stirn-/ –Ohr­band not­wen­dig. Die­ses ist im Sani­täts­han­del erhält­lich. Im Vor­ge­spräch auf die Ope­ra­tion erfah­ren Sie, wo Sie die­se erhal­ten und ob die Kos­ten ggf. durch Ihre Kran­ken­kasse getra­gen wer­den.

Wie wird die Ope­ra­tion durchgeführt?

Der Ohr­mu­schelknor­pel wird in der Regel von einem Schnitt von vor­ne in die ers­te Ohrk­nor­pel­falte hin­ein­ge­legt, oder hin­ter dem Ohr, und dann wird die Haut vor­sich­tig vom Knor­pel abge­ho­ben. Hier­bei wird der Ohrk­nor­pel durch Fräs-, Schnitt– und Naht­tech­nik dau­er­haft umge­formt, ggf. ver­klei­nert und nicht vor­han­dene Ohrk­nor­pel­fal­ten neu gebil­det.

Wel­che Risi­ken bestehen?

Kom­pli­ka­tio­nen, zusätz­lich zu denen bei jeder Ope­ra­tion vor­kom­men­den all­ge­mei­nen Risi­ken, sind nach einer Otope­xie in der Regel unbe­deu­tend. Infek­tio­nen oder Blu­tun­gen sind sehr sel­ten. Nicht aus­zu­schlie­ßen ist ein Wie­der­auf­tre­ten des Befun­des, was ein­sei­tig, in sel­te­nen Fäl­len auch beid­sei­tig vor­kom­men kann. In die­sem Fall muss der Ein­griff wie­der­holt wer­den.

Nach der Operation

Am Ende der Ope­ra­tion wird ein for­men­der Ver­band ange­legt, der die neue Ohr­form für eine gewis­se Zeit fixiert. Die­ser wird nach 2 bis 3 Tagen in einen leich­te­ren elas­ti­schen Kopf­ver­band aus­ge­tauscht. Ein Stirn­band soll­te in den ers­ten drei Wochen Tag und Nacht, für wei­tere drei Wochen nur nachts getra­gen wer­den. Vor­han­dene Haut­nähte wer­den nach einer Woche ent­fernt.