Bauchdeckenstraffung / Abdominoplastik

Klinikaufenthalt
4 – 5 Tage stationär
Empfohlene Arbeitsunfähigkeitsdauer
1–2 Wochen
OP-Dauer
ca. 2–3 Stunden
Gesellschaftsfähig ab
ca. 1 Woche
Narkoseart
Vollnarkose
Besonderheiten
Kompressionsmieder für 6 Wochen, kein Heben schwerer Lasten für mindestens 3 Monate

Wann und für wen ist eine Bauch­de­cken­straf­fung sinnvoll?

Pro­bleme mit schlaf­fer Haut am Bauch als Fol­ge eines deut­li­chen Gewichts­ver­lus­tes oder nach einer Schwan­ger­schaft sind bei man­chen Men­schen weder durch Diät noch durch Sport, Mas­sa­gen oder Fett­ab­sau­gung zu behe­ben.

Häu­fig tre­ten die­se Ver­än­de­run­gen am Bauch nach mas­si­vem Gewichts­ver­lust oder Schwan­ger­schaf­ten auf. Dabei wur­de die Bauch­haut der­art gedehnt, dass die elas­ti­schen Antei­le der Haut geris­sen sind. Dann kann eine Rück­bil­dung durch Gym­nas­tik oder Mus­kel­trai­ning nur in begrenz­tem Maße erreicht wer­den. Die bei­den gera­den Bauch­mus­keln wei­chen aus­ein­an­der. Die­ses Aus­ein­an­der­ste­hen bil­det sich manch­mal nicht oder nicht voll­stän­dig zurück. Dadurch ver­liert die Figur ihre Tail­le (Rek­tus­dia­sta­se).

Die bei der Ope­ra­tion not­wen­di­gen Schnit­te wer­den so gelegt, dass die Nar­ben­bil­dung mög­lichst unauf­fäl­lig bleibt. Bei der ope­ra­ti­ven Haut– und Fet­tent­fer­nung müs­sen zwar grö­ßere Haut­schnitte und län­gere Nar­ben hin­ge­nom­men wer­den, dafür kön­nen aber auch gro­ße Fett­schür­zen und Haut­fal­ten besei­tigt wer­den, für die es sonst kei­ne Kor­rek­tur­mög­lich­kei­ten geben wür­de.

Vor­be­rei­tung auf die Operation …

Wir emp­feh­len eine abso­lute Niko­tin­ka­renz spä­tes­tens 2 Wochen präope­ra­tiv. Das Auf­tre­ten von Wund­hei­lungs­stö­run­gen kann dadurch gra­vie­rend gesenkt wer­den. Stel­len Sie sicher, dass Sie vom Kran­ken­haus abge­holt wer­den kön­nen. Selbst­stän­di­ges Auto­fah­ren ist direkt pos­tope­ra­tiv in den ers­ten Tagen auf­grund von schmerz­haf­ter Beein­träch­ti­gung nicht emp­feh­lens­wert (Ver­si­che­rungs­schutz!). Pla­nen Sie kei­ne schwe­ren Las­ten in den ers­ten Wochen tra­gen zu müs­sen (Geträn­ke­kis­ten, Wäsche­körbe, Kof­fer usw.). Orga­ni­sie­ren Sie sich ggf. eine Hil­fe für den Haus­halt, die Ihnen bei Kin­der­be­treu­ung, Kochen usw. etwas zur Hand gehen kann.

Wie wird die Ope­ra­tion durchgeführt?

Die Ope­ra­tion wird in Voll­nar­kose durch­ge­führt und dau­ert in der Regel 2 bis 3 Stun­den. Daher ist die Ein­lage eines Bla­sen­ka­the­ters not­wen­dig. Der Haut­schnitt erfolgt am Unter­bauch von einem zum ande­ren Becken­kno­chen ver­lau­fend knapp ober­halb der Scham­be­haa­rung. Wei­ter­hin wird der Nabel umschnit­ten. Die Bauch­de­cke wird in Rich­tung Ober­bauch mobi­li­siert und anschlie­ßend nach unten gezo­gen. Die über­schüs­sige Haut wird ent­fernt und der Nabel wird an sei­ner neu­en Posi­tion wie­der ein­ge­näht. Bei Vor­han­den­sein einer Rek­tus­dia­stase (Aus­ein­an­der­wei­chen der gera­den Bauch­mus­keln) wer­den die­se in der Mit­tel­li­nie wie­der ange­nä­hert und gestrafft. Dadurch ergibt sich eine fes­tere Bauch­de­cke und eine Ver­schmä­le­rung der Tail­le wird erreicht.

Wel­che Risi­ken bestehen?

Risi­ken beste­hen wie bei jeder Ope­ra­tion und kön­nen sich durch Schwel­lun­gen oder Blut­er­güsse äußern, die jedoch meist nach eini­gen Tagen abge­klun­gen sind. Vor­über­ge­hend kön­nen ein Taub­heits­ge­fühl und/oder leich­te Schmer­zen auf­tre­ten.

Zur Abschir­mung erhal­ten sie in den Tagen um die Ope­ra­tion her­um eine Pro­phy­laxe mit Anti­bio­tika – tei­len Sie uns etwai­ge All­er­gien daher unbe­dingt mit!

In sel­te­nen Fäl­len kann es zu einer Ansamm­lung von Wund­was­ser im Wund­ge­biet kom­men, was nor­ma­ler­weise über die lie­gen­den Drai­na­gen abge­lei­tet wird. Sofern die­se schon ent­fernt wor­den sind, kann über eine klei­ne Punk­tion im Naht­be­reich das Wund­was­ser ent­fernt wer­den.

Nach der Operation

Direkt nach der Ope­ra­tion befin­det sich das Bett in einer Stu­fen­la­ge­rung, um die Bauch­de­cke zu ent­span­nen. Der zur Ope­ra­tion ein­ge­legte Bla­sen­ka­the­ter wird meist für die ers­ten 1–2 Tage noch belas­sen. Die bei der Ope­ra­tion ein­ge­leg­ten Drai­na­gen kön­nen in der Regel nach 2 bis 5 Tagen ent­fernt wer­den. Ein Kom­pres­si­ons­mie­der soll­te für 6 Wochen nach der Ope­ra­tion getra­gen wer­den. In den ers­ten Tagen soll­ten Sie sich mög­lichst viel Ruhe gön­nen, um die Schwel­lung zu mini­mie­ren.

Eine Krank­schrei­bung kann durch uns in der Regel nicht erfol­gen. Büro­ar­beit kann ab der 2.–3. pos­tope­ra­ti­ven Woche wie­der wahr­ge­nom­men wer­den, schwe­re kör­per­li­che Arbei­ten sind erst nach 6. pos­tope­ra­ti­ven Woche emp­feh­lens­wert. Auf das Heben schwe­rer Las­ten soll­te für min­des­tens 3 Mona­te ver­zich­tet wer­den.